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Schweden 2011

Nach meinem Abitur begann ich ein Studium was zu diesem Zeitpunkt aber nicht das richtige für mich war. Irgendwie ging es nicht wirklich vorwärts und ich entschied mich mein Studium für eine Ausbildung zu pausieren um danach weiter zu sehen. Nun ergab sich natürlich die Möglichkeit die Phase der Überbrückung für eine Reise zu nutzen. Da ich in dieser Zeit in Deutschland viel mit Tarp und Rucksack unterwegs war wollte ich dies nun im Ausland machen. Es ergab sich dass ein Freund in dieser Zeit in Schweden ein Auslandssemester absolvierte und ich die Möglichkeit hatte ihn zu besuchen. Ich überredete einen langjährigen Freund von mir mich zu begleiten. Er war noch nie auf diese Weise unterwegs gewesen ließ sich aber darauf ein.

Wir rüsteten ihn mit Rucksack und allem nötigen aus und Mai 2011 ging unser Flug - 3 Wochen Schweden.

Wir kamen in Göteborg an und bezogen für ein paar Tage unser Hostel. Wir hatten mehr oder weniger Glück und kamen an einem Feiertag in Schweden an sodass ganz Göteborg auf den Beinen war um zu feiern. So konnten wir wunderbar die Stadt erleben, bevor es mit dem Zug zu meinem Freund nach Trollhättan ging. Dort waren wir vorerst nur zum Zwischenstopp. Direkt ein Tag später ging es weiter nach Udevalla: EIn Ort durch den der Bohusleden führte.

Von dort ging es über einen Quereinstieg los. Für 9 Tage mit 25kg in die schwedische Wildnis bis zurück nach Göteborg.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Einstieg war etwas schwer da man keinen wirklichen Pfad hatte dem man folgen konnte. Man sah nur hin und wieder die orangenen Markierungen auf den Bäumen und musste die Zwischenteile teilweise erahnen.. Als wir aber auf den eigentlichen Pfad kamen war das kein Problem mehr. Nur die Temperatur wurde in den ersten 2 Nächten zum Problem. Unsere Schlafsäcke waren für +2° und +4° ausgelegt. In der ersten Nacht waren es aber -5°. Das war dann schon zu spüren. In der 2. Nacht verbarrikadierten wir uns in dem Unterstand und hingen den Eingang mit Plane zu sodass die Wärme des Feuers besser gehalten wird. Mitten in der Nacht ging es dann raus um das Feuer wieder etwas zu schüren, da es wieder recht kalt war. Ab der 3. Nacht war dann alles gut. Es windete zwar ungemein und wir hatten Angst es würde wieder eine extrem frische Nacht werden, aber wir fanden beide das erste mal richtig guten Schlaf.

Die folgenden Nächte waren recht entspannt. Klar war das Laufen anstrengend aber die schöne Landschaft war es Wert. Immer wieder traf man ein vereinzeltes typisch schwedisches Häuschen im Wald - mehr aber nicht. Seen, Nadelbäume, Heidelbeeren. Einmal hatten wir Abends sogar Gesellschaft von einem Pärchen, das den Weg in der anderen Richtung lief. Wasser filterten wir uns aus den Seen (obwohl das wahrscheinlich nicht nötig war) und Essen hatten wir für die ganze Zeit dabei. Nachdem wir in Göteborg ankamen fuhr ich noch einmal für ein paar Tage nach Trollhättan und besichtigte in aller Ruhe Göteborg. Eigentlich etwas umständlich aber da wir nicht genau wussten wie lange wir für den Weg brauchten legte ich alle weitere Aktionen ans Ende der Tour. Alles in allem eine sehr erdende Tour die meine Reiselust wieder geweckt hatte

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